
25/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Normalerweise orientieren sich Jugendliche in Bezug auf ihre Mode, ihren Musikgeschmack, ihren gesamten Lifestyle stark an ihren Peer-Groups. Der Begriff “Peer-Group” bedeutet soviel wie “Gruppe von Gleichaltrigen” oder “Gruppe von Gleichgestellten” und kommt aus der Jugendsoziologie. Diese so genannten “Peers” übernehmen wichtige Sozialisationsfunktionen, positiver wie negativer Natur. Read more »

26/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Es gibt Momente im Leben, da zweifelt man an allem, wovon man glaubte, es sei der Dreh- und Angelpunkt des persönlichen Daseins. Bei mir war das in jüngster Vergangenheit zum ersten Mal auch die Kultur, die mir bisher immer Rettungsanker war, wenn alles andere den Bach hinunterging. Zum einen hängt das mit dem immer rauer werdenden Wind in der Szene, zum anderen mit dem Gefühl zusammen, sowohl Konsumenten als auch Darsteller des Hip Hop-Zirkus sind nicht mehr mit Herz bei der Sache. Read more »

27/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Wieso habe ich das Gefühl, dass bei steigenden Temperaturen fast alles, was die letzten fünf Monate so unglaublich trüb und belastend erschien, für jeden Menschen mit einmal viel wertvoller und kostbarer wird? Für viele Deutsche beginnt sich das Leben ab 15 Grad aufwärts zu einer Art Institution zu entwickeln, in der sie sich einfach genüsslich bedienen. Read more »

28/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Man sagt den Deutschen nach, sie seien fleißig und pünktlich, hätten aber keinen Humor. Deutsche trinken gern Bier, essen Bratwurst und haben geschichtlich gesehen “schwer zu tragen”. Die Spanier haben vor allem eins im Sinn: Siesta machen, bevor sie auf die Piste gehen. Ab und an können sie sehr laut sein, ansonsten futtern sie gern Paella und sind trinkfester als so mancher Deutscher. Franzosen wiederum lieben alles was man essen kann, trinken literweise Rotwein, tragen gern Baskenmützen und können vor allem eins sehr gut: ihre eigene Sprache sprechen. Ich frage mich, wer bestimmt eigentlich den Prototyp eines jeden Landes? Verändern sich diese Prototypen nicht irgendwann einmal? Read more »

29/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Aggression, Hass und Gewalt scheinen in der letzten Zeit wieder häufiger an der Tagesordnungzu sein. Egal ob man sich nun auf Rap-Konzerten die Köpfe einhaut, sich die Freiheit nimmt in eine Schule zu rennen, um wild drauf loszuballern oder seine eigenen Kinder jahrelang missbraucht und sie behandelt, als seien sie Tiere…Nach dem großen “Warum?” werde ich hier nicht fragen. Read more »

30/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Glauben versetzt Berge! Das dachte sich wohl auch der momentan in den Medien viel umstrittene Reutlinger Kaas, als er vor einigen Jahre noch als schüchterner Junge die Schulbank drückte und lediglich in seinen Gedanken die Bühne rockte. Read more »

31/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: An manchen Tagen fühlt sich die Welt grau und verloren an. Man erkennt sie fast nicht mehr wieder und fragt sich: Ist das die Welt, in der ich geboren bin? Irgendwie scheint mir, als hätten wir in letzter Zeit mehr als reichlich von diesen Tage gehabt: Grau und trist im Sinne von unbeschreiblich negativen Nachrichtenmeldungen aller Art und fatalen, nicht-frühlingshaften Wettererscheinungen. Read more »

32/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Oft frage ich mich, wie unsere Welt eigentlich funktioniert, in welchem Rhythmus sie sich bewegt und warum sie einfach nicht stehen bleibt? Warum bemerken Menschen zum Beispiel nicht, dass eigentlich viel öfters etwas Schönes passiert? Oder wieso bekommt nicht jeder Mensch auf der Welt den Platz, den er verdient? Read more »

33/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Sucht man für den Begriff Realität eine Definition, findet man nach Aristoteles Folgendes: “Real ist, was als Wirkung aus einer realen Ursache hervorgegangen ist.” Demnach wird Realität als “Wirk-lichkeit” verstanden. Eben diese Definition kam mir in den Sinn, als ich mit Favorite darüber sprach, inwieweit die Realität die Inhalte seiner Musik widerspiegelt, oder eben auch als Mittel genutzt wird, ihr zu entkommen. Betrachtet man nun die Biographie des Rappers, könnte man vermuten, dass er Rap nur zu gerne dazu nutzt, das zu verarbeiten, was das Leben bisher für ihn bereithielt. Und tatsächlich scheint es, als würde bei ihm eine Art Wechselwirkung zwischen Musik und Realität entstehen: Read more »

34/250 Gesichter deutscher Rap-Kultur: Deutschland ist nach den USA und Japan die drittgrößte Industrienation der Welt. Laut dem Wohlstandsindex der Weltbank, der den Wohlstand pro Einwohner misst, ist Deutschland das fünfreichste Land der Welt. Manchmal jedoch fühlen sich Statistiken im wirklichen Leben komplett falsch an und zielen an der gelebten Wirklichkeit vorbei. Beweise dafür hätte ich genug, sie begegnen mir jeden Morgen auf meinem Weg zur Arbeit. Oft frage ich mich: Wie lange hält es das junge Mädchen an der Warschauer Straße noch aus, bei eisiger Kälte, Wind und Sturm tagtäglich zitternd zu sitzen und nach Geld zu betteln. Read more »
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