22/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Totgeglaubte leben länger – hartnäckig hält sich die Diskussion um das Leben oder Sterben der deutschen HipHop-Kultur. Wann finden wir wieder back zu den roots? Müssen wir uns damit abfinden, dass Rap die einzige Form der Kultur ist, welche überlebt? Ach, wie wir uns schon die Köpfe zerbrochen haben – für unsere einzig wahre Liebe.
Nach 27 Interviews mit Gesichtern aus ganz Rap-Deutschland haben wir das Gefühl, langsam eine Antwort auf all die Fragen, die sich uns stellten, zu bekommen. Vielleicht müssen wir den verdammt irrsinnigen Gedanken abschütteln, dass früher alles besser war, dass wir damals mehr Spaß hatten und sowieso auch alles viel realer war. Rap braucht eben ab und zu mal einen Wandel – genau wie jeder Mensch auf dieser Erde. Wie langweilig wären 365 Tage Sonnenschein und Cornflakes zum Frühstück? Dass nicht jeder Wandel gefeiert wird, ist aber doch auch klar. Wir denken: Vor der Veränderung ist nach der Veränderung. Es bleibt also weiter spannend!
In Berlin, Kreuzberg habe ich mit zwei Urgesteinen der Berliner HipHop-Szene, den Beathoavenz, über diese Veränderung der Kultur, aber auch über die Arbeit als Produzententeam gesprochen.
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23/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Die BRD ist am Wochenende 60 Jahre alt geworden. Doch was genau es da eigentlich zu feiern gab, wissen wohl die wenigsten unter uns.
Am 23. Mai 1949 wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet und das Grundgesetz trat in Kraft, heißt: Wir feiern 60 Jahre Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und sozialen Frieden. So etwas gab es in Deutschland vorher nicht. Kaum jemand von uns kann sich heute vorstellen, wie es noch vor 65 Jahren in Deutschland aussah. Es herrschten wüste Zustände der Zerstörung, Hunger, Armut und eine Familientragödie jagte die Nächste. Niemand dachte zu dieser Zeit an das heißgeliebte World Wide Web, Billigflugtickets rund um die Welt oder 24 Stunden rotierende Musikvideos auf MTV.
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24/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Es gibt Situationen im Leben, in die wird man ganz unerwartet hineingeworfen.
Entweder man scheitert daran, oder man wächst an ihnen. Und manchmal sind diese Situationen mehr, als einfache Gegebenheiten, sondern ändern ganze Bereiche im Leben. Man muss seinen Platz neu definieren, die Persönlichkeit oft gewaltige Sprünge machen, um den veränderten Umständen standhalten zu können. So erging es Rapper Jifusi, dessen Karrierebeginn mehr einem überraschenden Bad im kalten Wasser ähnelt. Und er wächst immer weiter und blickt sowohl reflektiert auf die gemeisterten Herausforderungen zurück, als auch auf das was vor ihm liegt. Wir sprachen unter anderem darüber, als wir uns vor zwei Wochen in Berlin zum Interview trafen.
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25/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Normalerweise orientieren sich Jugendliche in Bezug auf ihre Mode, ihren Musikgeschmack, ihren gesamten Lifestyle stark an ihren Peer-Groups. Der Begriff “Peer-Group” bedeutet soviel wie “Gruppe von Gleichaltrigen” oder “Gruppe von Gleichgestellten” und kommt aus der Jugendsoziologie. Diese so genannten “Peers” übernehmen wichtige Sozialisationsfunktionen, positiver wie negativer Natur. Read more »

26/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Es gibt Momente im Leben, da zweifelt man an allem, wovon man glaubte, es sei der Dreh- und Angelpunkt des persönlichen Daseins. Bei mir war das in jüngster Vergangenheit zum ersten Mal auch die Kultur, die mir bisher immer Rettungsanker war, wenn alles andere den Bach hinunterging. Zum einen hängt das mit dem immer rauer werdenden Wind in der Szene, zum anderen mit dem Gefühl zusammen, sowohl Konsumenten als auch Darsteller des Hip Hop-Zirkus sind nicht mehr mit Herz bei der Sache. Read more »

27/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Wieso habe ich das Gefühl, dass bei steigenden Temperaturen fast alles, was die letzten fünf Monate so unglaublich trüb und belastend erschien, für jeden Menschen mit einmal viel wertvoller und kostbarer wird? Für viele Deutsche beginnt sich das Leben ab 15 Grad aufwärts zu einer Art Institution zu entwickeln, in der sie sich einfach genüsslich bedienen. Read more »

28/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Man sagt den Deutschen nach, sie seien fleißig und pünktlich, hätten aber keinen Humor. Deutsche trinken gern Bier, essen Bratwurst und haben geschichtlich gesehen “schwer zu tragen”. Die Spanier haben vor allem eins im Sinn: Siesta machen, bevor sie auf die Piste gehen. Ab und an können sie sehr laut sein, ansonsten futtern sie gern Paella und sind trinkfester als so mancher Deutscher. Franzosen wiederum lieben alles was man essen kann, trinken literweise Rotwein, tragen gern Baskenmützen und können vor allem eins sehr gut: ihre eigene Sprache sprechen. Ich frage mich, wer bestimmt eigentlich den Prototyp eines jeden Landes? Verändern sich diese Prototypen nicht irgendwann einmal? Read more »

29/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Aggression, Hass und Gewalt scheinen in der letzten Zeit wieder häufiger an der Tagesordnungzu sein. Egal ob man sich nun auf Rap-Konzerten die Köpfe einhaut, sich die Freiheit nimmt in eine Schule zu rennen, um wild drauf loszuballern oder seine eigenen Kinder jahrelang missbraucht und sie behandelt, als seien sie Tiere…Nach dem großen “Warum?” werde ich hier nicht fragen. Read more »

31/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: An manchen Tagen fühlt sich die Welt grau und verloren an. Man erkennt sie fast nicht mehr wieder und fragt sich: Ist das die Welt, in der ich geboren bin? Irgendwie scheint mir, als hätten wir in letzter Zeit mehr als reichlich von diesen Tage gehabt: Grau und trist im Sinne von unbeschreiblich negativen Nachrichtenmeldungen aller Art und fatalen, nicht-frühlingshaften Wettererscheinungen. Read more »

30/250 – Gesichter deutscher Rap-Kultur: Glauben versetzt Berge! Das dachte sich wohl auch der momentan in den Medien viel umstrittene Reutlinger Kaas, als er vor einigen Jahre noch als schüchterner Junge die Schulbank drückte und lediglich in seinen Gedanken die Bühne rockte. Read more »
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